Willkommen unter Rotmilanen … !

Wir heißen Sie herzlich willkommen auf unserer Projektseite.

In einem Zusammenschluss aus Forschung, Planung, Behörden und Naturschutzverbänden erforschen wir ökologische Grundlagen zum Schutz und Entwicklung der Rotmilanpopulationen in Hessen.

Der Rotmilan (Milvus milvus) ist im Kontext des Windkraftausbaus wohl die am häufigsten diskutierte Art. Etwa 50 % des Weltbestandes dieser bedrohten Art brütet in Deutschland, woraus sich eine besondere Verantwortung für deren Schutz und Erhalt ableiten lässt. Seine Brut- und Nahrungshabitate überschneiden sich oft mit Standorten von Windenergieanlagen. Nach aktuellen Erkenntnissen scheint er daher, in Relation zu den Bestandszahlen, das häufigste Kollisionsopfer von Windenergieanlagen (WEA) zu sein.

Um die Beeinträchtigung des Rotmilans durch verschiedene Landnutzungsformen und insbesondere durch WEA besser abschätzen zu können, ist es essentiell die individuellen Bewegungsmuster dieser hochmobilen Tiere zu verstehen. Durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Bewegungsverhalten der Rotmilane können Habitate und Landschaftsstrukturen mit erhöhtem Konfliktpotential identifiziert sowie die Gefährdung durch WEA besser eingeschätzt werden. Daraus lassen sich beispielsweise naturschutzfachliche Empfehlungen für geeignete Anlagenstandorte ableiten oder Maßnahmen, die Rotmilane aus dem Gefahrenbereich der WEA fernhalten, evaluieren und weiterentwickeln.

Die Ergebnisse unseres Projekts werden daher sowohl für den aktiven Arten- und Naturschutz, als auch für die Betreiber von WEA sowie für die zuständigen Behörden hilfreiche Erkenntnisse liefern. Somit leistet unser Projekt einen wichtigen Beitrag, um der besonderen Verantwortung Deutschlands für den Rotmilan gerecht zu werden und gleichzeitig den artenverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen.

Wir laden Sie ein, sich auf den folgenden Seiten über die Hintergründe und den aktuellen Stand unseres Projektes zu informieren.

Ihr Rotmilan-Team

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Kontakt

AG Naturschutz
Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Nina Farwig
Fachbereich Biologie
Karl-von-Frisch-Str.8
35043 Marburg